Über das Malen im Speicher

 

Ein alter Kornspeicher aus dem 19.Jahrhundert.

Hinter dicken, trutzigen Mauern bewahrt er damals wie heute kostbare Schätze.
Früher schützte er, was man zum Leben brauchte,
heute gibt er Seelennahrung.
Lässt uns unsere eigene Kostbarkeit und Einzigartigkeit erfahren.

Ein Ort der Geborgenheit, ein intimer Raum,
frei von Störungen und neugierigen Blicken.

 

 

Im Atelier ist gut für mich gesorgt.
In jeder Hinsicht.
Alles ist vorbereitet.
Ich finde leuchtende Gouachefarben in allen Farbtönen,
Pinsel, Schwämme, Spachtel, Kleister.
An großformatigen Malbögen male ich im Stehen.
Aus der Fülle der Materialien darf ich mich bedienen.
Eine Spielwiese, die einlädt zum Ausprobieren.
Stress und Leistungsdruck bleiben vor der Tür.
Ich probiere, ergänze oder wische weg,
ich verändere oder übermale, bis MEIN Bild fertig ist.
Ich fühle mich tief verbunden mit ihm.
Es ist mir Freund, Ratgeber, Richtungsweiser zugleich.
Voller Demut stehe ich vor meiner eigenen inneren Weisheit.

 

 

Die Malbegleiterin hat achtsam diesen Weg begleitet,
mich in meinem schöpferischen Tun unterstützt.
Sie sorgt für den geschützten Raum, in dem ich mich traue,
mich zu zeigen.
Sie ermutigt mich, wenn der Prozess ins Stocken gerät,
ich mir etwas nicht zutraue.
Sie bestärkt mich in meinem Glauben
an meine eigenen Fähigkeiten und Ressourcen.
Sie vermittelt mir das Vertrauen, mich der Führung meines Bildes zu überlassen.